Überschuldung von Privatpersonen hat stark zugenommen

Schuldneratlas 2016 vorgestellt

Die Ergebnisse des aktuellen Schuldenatlas verdeutlichen, dass die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland immer weiter ansteigt. Mit derzeit 10,06 % (Stichtag 31. Oktober 2016) ist die Überschuldungsquote in Deutschland zum 3. Mal in Folge angestiegen. Alles in allem gelten 6,8 Mio. Bürger über 18 Jahren als überschuldet. Sie weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das ein Anstieg von 131.000 Personen.
Der aktuelle Anstieg der Überschuldung beruht ausschließlich auf einer Zunahme der Fälle mit hoher Überschuldungsintensität. Ihre Zahl nahm in den vergangenen zwölf Monaten um 5,6 % zu, während die Zahlen der Fälle mit geringer Überschuldungsintensität (vereinfacht nachhaltige Zahlungsstörungen) um rund 3,2 Prozent weniger geworden sind. Ungefähr 4,17 Mio. Menschen sind in der Bundesrepublik in einer dauerhaften Überschuldung. Im Zeitraum von 2006 bis 2016 bedeutet das ein Plus von 770000 Fällen.

Große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland

In den neuen Bundesländern (ohne Berlin) beträgt die Überschuldungsquote 10,43 Prozent. In den alten Bundesländern liegt sie mit 10 Prozent etwas darunter. Alles in allem zeichnet sich allerdings in den neuen Bundesländern eine leichte Verbesserung ab.

Große Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Auch Männer und Frauen weisen große Unterschiede auf. Während die Überschuldung bei den Männern 12,72 Prozent beträgt, liegt diese bei den Frauen nur bei 7,55 Prozent. Insgesamt ist bei den Frauen jedoch ein schnellerer Anstieg zu verzeichnen als es bei den Männern der Fall ist.

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