Kann ich trotz Insolvenz mein Auto behalten?

Insolvenz und Fahrzeug

Viele Schuldner besitzen ein Fahrzeug. Dieses stammt in der Regel noch aus den besseren Zeiten. Unabhängig vom Wert fällt das Auto bei einer Insolvenz unter normalen Umständen mit in die Insolvenzmasse. Doch es gibt mehrere Möglichkeiten, dies zu vermeiden oder auch das bereits verpfändete Fahrzeug wieder zu bekommen.

Auf welche Weise kann ich die Pfändung des Kfzs vermeiden?

Sofern für die Fortführung Ihrer Arbeit ein Fahrzeug vonnöten ist, wird dieses nicht verpfändet. Taxifahrer und Vertreter sind hier nur 2 Beispiele. Gleiches gilt wenn Sie im Schichtdienst tätig sind und nachweisen können, dass Ihre Arbeitsstätte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nur schlecht oder gar nicht zu erreichen ist. Auch dann dürfen Sie Ihr Auto behalten. Seit dem Jahr 2010 gilt dies ebenfalls, wenn es für die Berufstätigkeit eines Familienmitglieds notwendig ist. Des Weiteren können Personen mit einem Schwerbehindertenausweis, wenn sie belegen können, dass sie das Fahrzeug aufgrund ihrer Behinderung zur Bestreitung des Lebensalltages benötigen, das Fahrzeug behalten.

Das Kfz wurde gepfändet

Natürlich gibt es auch Fälle, in denen das Auto verpfändet wird. In einem solchen Fall sollten Sie mit dem Treuhänder sprechen und über einen sogenannten Herauskauf verhandeln. Aus dem unpfändbaren Teil Ihrer Einkünfte könnten Sie das Auto dann z. B. in Raten bezahlen. Auch der Kauf über einen Freund stellt eine Möglichkeit für den Schuldner dar. In einem solchen Fall können Sie dann trotzdem die Versicherung auf Ihren Namen abschließen. Ein neues (gebrauchtes) Fahrzeug sollten Sie während des Insovenzverfahrens nicht kaufen. Denn dieses würde dann wieder in die Insolvenzmasse fließen. Aus diesem Grund sollten Sie mit einem Neukauf immer bis zur Wohlverhaltensperiode warten.

Vorabverkauf des Autos

Falls Sie bereits vor der Insolvenz das Auto an einen Bekannten verkauft haben fällt dieses nicht mehr in die Insolvenzmasse. Nicht zulässig sind im Gegensatz dazu Übertragungen an Verwandte in einem Zeitraum von 2 Jahren. Diese können in einem Regel- oder Privatinsolvenzverfahren angefochten werden. Ähnlich verhält es sich bei Unter-Wert-Verkäufen oder Schenkungen in einem Zeitraum von 4 Jahren.


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