Wie Reiche im Ausland zur Kasse gebeten werden

Wie Reiche im Ausland zur Kasse gebeten werden

Steuerflucht und Gier – nur zwei Dinge, die reichen Menschen immer wieder vorgeworfen werden. Aber wie sieht die Besteuerung von Reichtum im Ausland wirklich aus? Wird es dort in naher Zukunft Änderungen geben?

Großbritannien

Neue Brisanz bekommt das Thema Reichensteuer derzeit in Großbritannien. John McDonnell (Schattenfinanzminister) möchte die Einkommenssteuer für alle Personen erhöhen, die mehr als 80.000 Pfund im Jahr verdienen. Das entspricht in etwa 94.400 Euro. Wie hoch der Steuersatz sein soll, hat er noch nicht gesagt. Erste Vermutungen rechnen jedoch mit 60 Prozent. Auch wenn ein Sieg der Labour-Partei augenblicklich nicht sehr wahrscheinlich ist, dürften die Reichen Großbritanniens gespannt sein. Denn auch Premierministerin Theresa May betont, dass sie keine Regierungschefin für die Privilegierten ist. Bereits seit März wird daher eine Gebühr von 20.000 Pfund für eine Testamentseröffnung diskutiert.
Zurzeit liegt der Spitzensteuersatz bei einem Jahresgehalt von 150000 Pfund und mehr bei 45 %. Liegt das jährliche Einkommen unter 11.500 Pfund, muss gar keine Einkommensteuer entrichtet werden. Bei einem Betrag von bis zu 31.785 werden in Großbritannien gegenwärtig 20 % fällig. Bis zur Grenze von 150000 Pfund müssen in Großbritannien 40 Prozent Einkommenssteuer gezahlt werden.

Steuer in Japan

In Japan ist eine hohe Besteuerung von Reichen vorhanden. Von einem steuerpflichtigen Einkommen über 345000 Euro müssen dort 55 Prozent an den Staat abgeführt werden. Bereits ab einem Betrag von 155.000 € sind es etwa 50 Prozent, die an den Staat abgeführt werden müssen. Doch dabei handelt es sich nicht nur um die Einkommenssteuer, sondern auch um eine Wohnsitzsteuer und einen Solidaritätszuschlag.

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