Lebenserwartung auf über 90 Jahre gestiegen

Lebenserwartung liegt bei über 90 Jahre

In der Bundesrepublik werden die Menschen immer älter und die Lebenserwartung steigt weiter an. Schon jetzt werden vier von fünf Neugeborenen aus diesem Jahr das 22. Jahrhundert noch erleben. Denn die durchschnittliche Lebenserwartung liegt schon jetzt bei 90 Jahren. Jedes 4. neugeborene Mädchen wird den Prognosen zufolge sogar 100 Jahre alt. Parallel dazu rücken allerdings auch die Themen Rente und Altersarmut in den Vordergrund.
Laut Eckart Bomsdorf, Kölner Statistikprofessor, ist eine Verlängerung der Rentenbezugsdauer die logische Konsequenz des über sämtliche Altersstufen feststellbare Trends der zunehmenden Lebenserwartung Laut seinen Berechnungen wird ein männlicher Neurentner mit Geburtsjahr 1964 noch eine durchschnittliche Lebenszeit von 20,2 Jahren haben, wenn er im Alter von 67 Jahren in rente geht. Frauen haben dann sogar noch 23 Jahre vor sich. Ändert sich nichts an der Rente mit 67 Jahren, können heutige Babys den Ruhestand demzufolge 25 bzw. 28 Jahre lang genießen.

Für die Christlich Demokratische Union ist die Konsequenz der steigenden Lebenserwartung eine Anhebung der Lebensarbeitszeit. Denn nur wenn die zukünftigen Rentner länger an der Wirtschaft beteiligt werden kann das Rentenniveau etwas entlastet werden. Zurzeit liegt das gesetzliche Sicherungsniveau bei 48 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns. Doch für die nachfolgenden Generationen muss eine Lösung gefunden werden. Denn sonst sind eine steigende Altersarmut und eine Senkung des Rentenniveaus die Folge. Wie die Politik reagieren wird, bleibt abzuwarten.

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