Werden jetzt die ersten kostenlosen Konten abgeschafft?

Kostenloses Konto soll bei Sparkassen abgeschafft werden

Auch die Sparkassen haben mit den niedrigen Zinsen zu kämpfen. Daher gibt es nun erste Überlegungen, die Kunden für das Girokonto zahlen zu lassen.

Schafft die Sparkasse kostenfreie Girokonten ab?

Bislang haben sich die niedrigen Zinsen bei den Bankkunden fast ausschließlich bei der Rendite bemerkbar gemacht. Doch jetzt könnte es dazu kommen, dass Bankkunden an anderer Stelle draufzahlen müssen. Denn dass die Zeit der kostenfreien Girokonten vorbei ist hat nun Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), verlauten lassen.

Sparkassen verdienen nicht mehr genug Geld mit Krediten

Die Sparkassen können aufgrund der niedrigen Zinsen mit Krediten nicht mehr genug Geld verdienen, um die Kosten zu decken. Bereits im vergangenen Jahr konnten 413 Sparkassen die sinkenden Zinsüberschüsse nur durch höhere Gewinne bei Provisionen ausgleichen. Doch jetzt sind die Zinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) wieder gesenkt worden.

Sparkassen betreiben 47,5 Millionen Girokonten

Die Sparkassen betreiben derzeit in der Bundesrepublik laut eigenen Angaben 47,5 Millionen Girokonten. Bereits jetzt kosten einige dieser Konten schon Gebühren. Doch für Kinder, Studenten und Auszubildende sind sie kostenfrei. Auch reine Onlinekonten sind oft kostenlos. Insgesamt unterscheiden sich die Kosten von Ort zu Ort. Zukünftig könnten die Leistungen verursachergerecht bepreist werden.

Strafzinsen der EZB sollen an gewerbliche Kunden weitergegeben werden

Die Strafzinsen, die die Europäischen Zentralbank für geparkte Gelder von Banken verlangt, werden aller Voraussicht nach zunehmend an gewerbliche Kunden mit hohen Einlagen weitergereicht werden. Laut Fahrenschon werde die Sparkasse alles in ihrer Macht stehende tun, damit die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik nicht beim privaten Sparer ankommen.

Nicht jeder Kunde wird die Preiserhöhung akzeptieren

Nicht alle Kunden werden die Preiserhöhungen einfach so hinnehmen, da außerhalb der Sparkassenwelt noch kein Ende der unentgeltlichen Girokonten in Sicht zu sein scheint. Von daher ist die Versuchung groß, dass Konto bzw. Kreditinstitut zu wechseln. Vor allem da das heutzutage schnell und unbürokratisch möglich ist. Unzählige Banken bieten sogar einen Kontowechselservice an. Sämtliche Daueraufträge, Lastschriften und sonstige regelmäßigen Zahlungen werden automatisch umgestellt auf das neue Konto. Außerdem informiert die Bank bspw. Arbeitgeber, Mieter, … über die neue Kontoverbindung, sofern der Kunde das wünscht.

Prüfen Sie die Kosten und Konditionen

Beachten sollten Bankkunden aber neben den Gebühren auch den Dispozins. Einige Banken verlangen bei einer Kontoüberziehungen bis zu 14 Prozent Zinsen. Die Kunden sollten sich vor einem möglichen Wechsel des Kontos daher genauestens informieren. Eventuell zahlen Sie sonst an anderer Stelle mehr als Sie so durch eventuelle Gebühren für das Girokonto bezahlen würden.

Werden jetzt die ersten kostenlosen Konten abgeschafft?
Anrufen
Der Weg zu uns