Bürgel-Studie Schuldenbarometer 2016

Aktuelles Schuldenbarometer

6,4 % weniger Privatinsolvenzen, zu diesem Ergebnis kommt die Bürgel-Studie in ihrem aktuellen Schuldenbarometer 2016. Das ist in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2015 ein deutlicher Rückgang. Insgesamt sind mit 100.984 Fällen die Privatinsolvenzen damit auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2005 gesunken. Ein Grund ist laut den Verfassern der Studie in den anhaltend niedrigen Arbeitslosenzahlen zu sehen.
In der Bundesrepublik Deutschland stellen laut den Angaben der Studie der vollständige oder teilweise Verlust der Arbeit die Hauptursache für die Privatinsolvenz dar. Darauf folgen Einkommensarmut, gescheiterte Selbstständigkeit, unwirtschaftliche Haushaltsführung, Veränderungen in der familiären Situation wie Scheidung beziehungsweise Trennung und Krankheit.
Insbesondere betroffen von Verbraucherinsolvenzen sind ältere Menschen. In der Altersgruppe „61 Jahre und älter“ musste für das Jahr 2016 sogar ein Anstieg verzeichnet werden. Und das schon zum fünften Mal in Folge. Insgesamt 10.844 Fälle wurden im Jahr 2016 verzeichnet, was einem Anstieg von 0,9 Prozent entspricht. Gemessen an den gesamten Verbraucherinsolvenzen in der Bundesrepublik macht diese Altersgruppe alleine 10,7 % aus. Während zwischen 2011 und 2016 bei den Privatinsolvenzen insgesamt ein Rückgang von 25,8 % verzeichnet werden konnte, muss für diese Altersgruppe im selben Zeitraum ein Anstieg von 23,9 % verbucht werden. Nichtsdestotrotz haben die 31- bis 40-Jährigen mit 26,9 Prozent noch immer den größten Anteil an den Verbraucherinsolvenzen in der BRD.

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