Berufseinsteiger haben in Deutschland ein erhöhtes Armutsrisiko

Berufseinsteiger haben in der Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Armutsrisiko

Mit einem sehr geringen Einkommen müssen etliche Berufseinsteiger am Anfang ihrer Karriere ihren Lebensunterhalt bestreiten. Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass Einkommen lange nicht mehr vor Armut schützt. Denn ihre Karrieren beginnen viele junge Menschen laut der Untersuchung am Existenzminimum.

Berufstätigkeit schützt nicht vor Einkommensarmut

Für Berufseinsteiger in der BRD hat sich das Armutsrisiko in den vergangenen Jahren einer aktuellen Erhebung zufolge stark erhöht. Demnach hat fast jeder fünfte 25- bis 35-Jährige weniger als 949 EUR im Monat zur Verfügung. Mitgeteilt wurden diese Ergebnisse von dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Mehrheit dieser Personengruppe ist berufstätig

In der Vergangenheit hat dieser Aspekt nachhaltig vor der sogenannten Einkommensarmut geschützt. Carsten Schröder, Wissenschaftler bei der DIW, erklärt, dass neben dem geringen Einstiegsgehalt auch die atypischen Beschäftigungsverhältnisse wie Teilzeit- oder Leiharbeit und Minijob die Gründe für diese Entwicklung sind.

Das höchste Armutsrisiko haben 18- bis 25-Jährige

Laut der Erhebung besteht das höchste Armutsrisiko bei den 18- bis 25-Jährigen. So lag das Armutsrisiko 2012 bei der Gesamtbevölkerung bei 14 %, während es bei den 18- bis 25-Jährigen mit rund 21 Prozent weit über dem Durchschnitt lag. In diesem Zusammenhang gilt es zu berücksichtigen, dass mehr als die Hälfte dieser gefährdeten Altersgruppe eine Ausbildung oder ein Studium absolviert. Während dieser Zeit leben die meisten Menschen unterhalb der einkommensbezogenen Armutsrisikoschwelle.

Realeinkommen ist in der BRD seit dem Jahr 2000 gestiegen

Gestiegen sind hingegen der Untersuchung zufolge die realen Einkommen, die ein Haushalt zur Verfügung hat. Diese sind in Deutschland seit dem Jahr 2000 um durchschnittlich 5 Prozent gewachsen. Gewachsen ist jedoch auch wieder die Kluft zwischen arm und reich. Denn im obersten Zehntel der Einkommensverteilung stiegen die realen Einkommen von 2000 bis 2012 um 15 Prozent. Jedoch fand in der Mitte in diesem Zeitraum eine Stagnation statt. Bei den unteren 40 % sind laut der Erhebung in diesem Zeitraum die realen Einkommen sogar um bis zu 4 Prozent gesunken.

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