Armutsbericht 2015 für Deutschland

Armutsbericht 2015 – Knapp 13 Millionen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland von Armut betroffen

Der aktuelle Armutsbericht 2015 stellt die neuesten Entwicklungen rund um das Thema Armut in der Bundesrepublik Deutschland vor. Dabei zeigen die neuen Studienergebnisse eine immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich. Alles in allem sind laut der Studie knapp 13 Mio. Menschen in der Bundesrepublik arm. Und das ist nicht das einzige beängstigende Ergebnis in diesem Studienbericht.

Ursachen für Armut

In 2013 hat die Armutsquote in Deutschland mit 15,5 Prozent einen historischen Höhepunkt erreicht. Für ein Abrutschen in die Armut gibt es zahlreiche Ursachen. Es gibt allerdings einige Personengruppe, die überdurchschnittlich davon bedroht sind. Dazu gehören Arbeitslose, Alleinerziehende (43 %), Ausländer (32 Prozent) und Geringqualifizierte (39,3 Prozent).

Die zerklüftete Republik

Insgesamt unterstreicht der Titel „Die zerklüftete Republik“ bereits einen Trend, der in dem Armutsbericht für 2015 deutlich erkennbar wird. So sind das Ruhrgebiet, Bremen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wie in den vergangenen Jahren von einem enormen Anstieg in Armut lebender Menschen betroffen. Und auch der Abstand zwischen armen und reichen Regionen im gesamten Bundesgebiet wird immer größer. Im Jahr 2006 lagen die wohlhabendsten Regionen nur 17,8 Prozentpunkte von den ärmsten entfernt, während es im Jahr 2013 bereits 24,8 Prozentpunkte sind. Lediglich Sachsen-Anhalt und Brandenburg konnten positive Resultate verzeichnen, während in Sachsen der Stand gleich blieb. In allen anderen Bundesländern ist die Armutsquote gestiegen.


Immer mehr arme Rentner in Deutschland

Im Jahr 2013 lag die Armutsquote bei Rentnern bei 15,2 % und somit nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Seit dem Jahr 2006 muss hierbei jedoch ein Anstieg von 48 Prozent verbucht werden.

Frauen bleiben Risikogruppe

Frauen weisen wie auch schon in den vergangenen Jahren ein höheres Armutsgefährdungsrisiko auf als Männer. Dies ist losgelöst vom Alter. So lag die Quote der armutsgefährdeten Frauen unter 18 Jahren mit 15,4 % zwar unter dem Bundesdurchschnitt, aber trotzdem höher als die der gleichaltrigen Männer (14,2 Prozent). Bei den 18- bis 64-Jährigen lagen die Quoten für 2013 bei den Frauen bei 17,7 % und bei den Männern bei 16,0 %.


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