Das Anrecht auf eine Krankenversicherung

Das Anspruch auf eine Krankenversicherung

Zig Schuldner haben in den letzten Jahren die Beiträge für ihre Krankenversicherung nicht mehr zahlen können. Die Konsequenz war häufig die Aufhebung des Versicherungsschutzes. Doch seit einigen Jahren gibt es in Deutschland eine neue Bestimmung. Diese räumt jedem die Pflicht und das Recht zur Absicherung gegen das Krankheitsrisiko ein.

Neue Regelung seit 2007

Bis zum Jahr 2007 haben freiwillig Versicherte, die ihren Beitragszahlungen 2 Monate lang nicht nachkommen konnten, ihren Versicherungsschutz in der gesetzlichen Krankenversicherung verloren. Eine Rückkehr war danach nicht mehr machbar. Seit dem Zeitpunkt erhalten im Unterschied dazu sämtliche Nichtversicherten das Recht auf eine Krankenversicherung. Ob dies für die gesetzliche oder private Krankenversicherung gilt, hängt davon ab, wo man damals versichert gewesen ist. Insgesamt haben in Deutschland nicht nur alle das Recht, sondern sogar die Pflicht, sich gegen das Krankheitsrisiko abzusichern.

Versicherungsschutz in der Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) muss Nichtversicherte aufnehmen

In allen Gesetzlichen Krankenkasseen gilt seit dem 01.04.2007 der umfassende Versicherungsschutz. Die Nichtversicherten müssen seit dieser Zeit von der gesetzlichen Krankenversicherungen (oder ihrem Rechtsnachfolger) aufgenommen werden. Auch bestehenden Mitgliedern dürfen sie zudem nicht mehr kündigen.

Neue Regelung in der privaten Krankenversicherung (PKV)

Bereits seit Anfang 2009 gilt auch dann für alle Nichtversicherten die Pflicht zur Versicherung, wenn sie der PKV zuzuordnen sind. Wenn ein Versicherter seine Beiträge jedoch nicht zahlt, obwohl er wirtschaftlich dazu in der Lage wäre, steht diesem nur eine sog. Notbehandlung zu.

Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung

Des Weiteren trat am 1. August 2013 das Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung in Kraft. Den Versicherten werden durch dieses Gesetz in bestimmten Fällen die Beitragsschulden erlassen. Die Säumniszuschläge werden darüber hinaus in der GKV von 5 Prozent auf 1 Prozent reduziert. In der Privaten Krankenversicherung wird demgegenüber ein Notlagentarif für säumige Beitragszahler eingeführt. Diese Neuregelungen ermöglicht einerseits eine spürbare finanzielle Erleichterung für die Betroffenen. Des Weiteren bleibt gegenüber den zahlenden Mitgliedern der Solidargemeinschaft das Prinzip der Beitragsgerechtigkeit gewahrt.

Das Anrecht auf eine Krankenversicherung
Anrufen
Der Weg zu uns